Herzlich Willkommen!

Mein Name ist Elisa Helm. Ich praktiziere Shiatsu und Body Talk im schönen Mostviertel. Von 2010 bis 2017 hatte ich meine Shiatsu-Praxis in der Nibelungenapotheke Langenhart, seit 2016 biete ich Shiatsu und Body Talk in St. Pantaleon-Erla an.

Über mich

Ich bin 1979 geboren, verheiratet und Mutter von drei Kindern im Alter von 9, 13 und 15 Jahren.
Während meiner Ausbildung zur dipl. Behindertenpädagogin kam ich im Rahmen eines Workshops das erste Mal in den Genuss einer Shiatsu-Behandlung, nach der ich mich sehr frei und ausgeglichen fühlte. Gleich entstand in mir der Wunsch, mehr über diese Technik zu erfahren.

Erst ein paar Jahre später, während meiner ersten Karenzzeit kam ich endlich diesem Wunsch nach und begann beim Europäischen Shiatsu Institut mit der Ausbildung, die meine anfängliche Begeisterung und meinen Enthusiasmus für diese Behandlungsart nur noch verstärkte.

Meine Ausbildungen

1997 – 1999 Familien- und Pflegehilfe bei der Caritas Wien
1999 – 2002 Lehranstalt für heilpädagogische Berufe Wien – dipl. Behindertenpädagogin
2004 – 2008 Europäisches Shiatsuinstitut – Diplom nach den Richtlinien des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu – Qualified Practitioner
2015 – 2017 Ausbildung zum CBP Certified Bodytalk Practitioner bei der International Bodytalk Association

Zusatzausbildungen

2009 Schröpfen, Schaben und Gua Sha (Bildungszentrum Großschönau)
2010 Praxisseminar Schmerztherapie aus Sicht der TCM 1 und 2 (Bacopa)
2010 Das Fasziensystem (Finetune Linz)
2011 Shiatsu und Bandscheibenvorfälle (Finetune Linz)
2011 Shiatsu und Tinnitus (Finetune Linz)
2011 Praxisseminar Schmerztherapie aus Sicht der TCM (Bacopa)
2012 Shiatsu und Babywunsch (Finetune Linz)
2012 Shiatsu bei Schlafstörungen (Finetune Linz)
2012 Noreiablüten und -essenzen Seminar (Hebamme Erika Pichler, Kärnten)
2013 Das Sakrum in der Shiatsubehandlung (Finetune Linz)
2013 Touch for Health 1 (Bildungszentrum Großschönau)
2013 Einführung in die Spiritualität der heilenden Berührung (Dr. August Thalhamer, Ried im Innkreis)
2014 Chakras und strukturelle Körperarbeit (Finetune Linz)
2014 Kniegelenk in der Shiatsuarbeit (Finetune Linz)
2014 Shiatsu bei Schulter und Nackenbeschwerden (Finetune Linz)
2015 Energetisches Testen (Mogersdorf, Verein Natur und Therapie)
2015 Shiatsu in der Schwangerschaft (Finetune Linz)
2015 Body Talk 1/2 (Margarete Fischereder, Dorfbeuern)
2016 Der Zentralkanal (Finetune Linz)
2016 Body Talk 1/2 (Heike Stelter)
2017 Body Talk Access Kurs (Michaela Ellen Junger)
2017 Organisation des Body Talk Access Kurses (Michalea Ellen Junger)
2017 Body Talk Fundamentals Integration 1/2 Prüfung zum Certified Bodytalk Practitioner (Heike Stelter)
2017 Europäischer Shiatsukongress in Wien, Workshops mit Tomas Nelissen (Shiatsu und Rehabilitation) und Wilfried Rappenecker (Deep contact with  Shiatsu)
2018 Kiefergelenk Atlas Axis (Finetune Linz)
2018 Body Talk Fortgeschritten 4/7 (Claudia Schembri Heitmann)

Shiatsu

Was ist Shiatsu?

Shiatsu hat seinen Ursprung in fernöstlichen Heilmethoden und bedeutet wörtlich übersetzt „Fingerdruck“. Es ist eine ganzheitlich orientierte Form der Körperarbeit. Dabei wird auf bestimmten Energiebahnen (Meridianen) „gelehnt“, deren Behandlung seit Jahrtausenden als Grundlage für die Akupunktur dienen. In diesen 12 Meridianen fließt unsere Lebensenergie Ki. Die Meridiane bilden ein weit verzweigtes System und sie sind an der Oberfläche für unsere Hände direkt erreichbar. Ein ungehinderter Strom in diesen Meridianen bedeutet, dass wir uns ausgeglichen und wohl fühlen.
Wir finden vielerorts in unserem Körper Stagnationen im Ki-Fluss. Das bedeutet nicht gleich Krankheit, sondern wirkt sich anfangs vor allem auf unser Gemüt aus. Zuviel, zu wenig oder ein gestautes Ki verursacht ein energetisches Ungleichgewicht im Körper, welches wir als Müdigkeit, Nervosität, Unruhe oder Anspannung wahrnehmen können und welches letztendlich zu körperlichen Beschwerden und Schmerzen führen kann. Hier setzt Shiatsu an, denn der Energiefluss wird durch die gezielte Berührung harmonisiert, stimuliert und mobilisiert und Entwicklung dadurch wieder möglich gemacht. Shiatsu ist also auch gerade dann wertvoll, wenn wir gesund sind, zur Aufrechterhaltung unserer Gesundheit und Lebensfreude. Aber auch bei chronischen, schweren Krankheiten bestehen gravierende Stagnationen im Meridianfluss, welche oft schon Jahre- oder Jahrzehnte bestehen. Hier kann Shiatsu unterstützend eingesetzt werden.

Shiatsu Video

Wie wirkt Shiatsu?

Das Ziel ist, durch sanften Druck mit Händen, Daumen, Ellbogen oder Knie
den Energiefluss in Bewegung zu bringen. Das Ki reagiert auf tiefe Berührungen, die nicht durch Kraft oder Anstrengung, sondern mit Hilfe der Schwerkraft erzielt werden.
Shiatsu wirkt ausgleichend, beruhigend oder belebend. Die Berührung geht in die Tiefe und unterstützt dabei sich selbst besser zu spüren. Die Selbstheilungskräfte von Körper, Geist und Seele werden angeregt. Dabei sind besonders mein Einfühlungsvermögen und meine Intuition gefordert.

Anwendungsbereiche

Shiatsu…

• ermöglicht tiefe Entspannung oder auch anregende Aktivierung
• stärkt bei regelmäßiger Anwendung das Immunsystem
• lindert typische Befindlichkeitsstörungen wie z.B. Kopfschmerzen und Migräne, Schulter- und Nackenprobleme, Rückenschmerzen, Schlafprobleme, depressive Verstimmung, Wetterfühligkeit, Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden
• unterstützt die Heilung nach Unfällen und Krankheiten
• wirkt regulierend auf den Zyklus der Frau
• begleitet in der Schwangerschaft und nach der Geburt
• hilft Kindern bei Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität
• stellt Verbindungen in der Tiefe wieder her, Blockaden werden gelöst, Spannungen dadurch abgebaut und die Atmung wird vertieft

Wer kann behandelt werden?

Shiatsu ist für jeden geeignet, da es an die Person angepasst wird. Deshalb können auch gerne ältere Menschen und Babys kommen. Mir macht es auch besondere Freude mit Schwangeren oder Kindern zu arbeiten.

Gibt es Situationen, in denen man kein Shiatsu geben sollte?

Es gibt kaum Kontraindikationen, es wird allerdings nicht bei frischen Verletzungen bzw. Entzündungen und bei fieberhaften Erkrankungen behandelt. Vorsicht ist auch bei Krampfadern und starker Osteoporose geboten.
Shiatsu kann aber sehr hilfreich sein, wenn an anderen (nicht akut betroffenen) Körperstellen gearbeitet wird, z.B. bei Verletzungen am linken Bein, die Behandlung am gegenüberliegenden.

Wie oft sollte man zu einer Shiatsubehandlung kommen?

Grundsätzliches bestimmt die Person selbst. Geht es vor allem um das allgemeine Wohlbefinden, ist es sinnvoll, einmal pro Monat zur Behandlung zu kommen. Bei akuten und chronischen Beschwerden, empfehle ich ein Serie von fünf bis zehn Terminen in einem zeitlich geringeren Abstand.

Prinzipien des Shiatsu

Behandlung am bekleidetet Körper

Bitte nehmen Sie sich zur Behandlung eine bequeme Hose mit, einen dünnen Pullover und Socken. Es ist wichtig, warm bekleidet zu sein. Der Druck auf das Bindegewebe beeinflusst das vegetative Nervensystem und der Sympathikus reagiert auf die Reize. Nach einer Zeit, wird dieser Reiz an den Parasympathikus weitergeleitet und es kommt zu einem tiefen Entspannungszustand, Puls und Atemfrequenz verringern sich und die Körpertemperatur sinkt.

Wie wird behandelt?

Behandelt wird auf einer Shiatsumatte am Boden. In der japanischen Kultur war es immer von großer Bedeutung guten Kontakt zum Boden zu haben. Das Körpergewicht kann dadurch sehr leicht und effektiv auf den Klienten übertragen werden, die Schwerkraft arbeitet für uns. Der Druck entsteht durch „Lehnen“.
Wichtig dabei ist das Hara, der Bauchraum, welcher in der fernöstlichen Kultur als energetisches Zentrum gilt. Jeder Impuls kommt aus dem Hara und ich, als Behnandelnde bleibe dadurch in meiner Mitte.
Unsere Kultur könnte man als Schulterkultur bezeichnen, bei Anstrengung werden die Schultern und der Nacken angespannt, wodurch der Kontakt zum eigenen Zentrum und zum Boden vernachlässigt wird.

Positionen

Sollte es dem Klienten nicht möglich sein am Boden zu liegen, dann müssen andere Positionen gewählt werden und die Behandlung kann im Sitzen am Stuhl oder auf einer Behandlungsliege erfolgen.
Ich beschreibe nun die Techniken, die auf der Bodenmatte ausgeführt werden. Es sollen bei jeder Shiatsu-Behandlung alle Körperteile integriert werden.

Bauchlage

Der Rücken ist die Yang Seite (die wehrhafte und schützende Seite) des Körpers. Daher ist die Bauchlage meistens die günstigste Position, wenn jemand zum ersten Mal Shiatsu bekommt.
Die Person bekommt dadurch Zeit das nötige Vertrauen aufzubauen.
Unabhängig von der Hara Diagnose, wird entweder am Anfang oder am Schluss der Behandlung am Blasen Meridian am Rücken gearbeitet, dadurch ist eine sehr tief entspannende Wirkung möglich.

Rückenlage

Die Rückenlage kommt einerseits bei der Hara Diagnose zum Zug und eignet sich natürlich vor allem für Behandlungen auf der Körpervorderseite und im besonderen für den Nackenbereich.

Seitenlage

Ist eine wertvolle Ergänzung zur Bauch- und Rückenlage. Alle Meridiane und Körperbereiche lassen sich sehr gut behandeln, oft sogar besser und wirksamer als in den anderen Positionen. Das ist die beste Position in der Schwangerschaft. Der Nacken soll entspannt liegen, deshalb wird immer ein Kissen unter den Kopf gelegt.

Handwerk Shiatsu

Beim Shiatsu benutze ich fast immer beide Hände. Dieses Zusammenspiel ermöglicht es, im Körper des Partners eine energetische Verbindung zwischen den beiden Stellen zu halten. Beide Hände sollen gleichermaßen aktiv sein – die wandernde, erforschende Hand (Kindhand), indem sie nach außen geht und die ruhende Hand (Mutterhand), indem sie guten Kontakt herstellt und feinste Veränderungen wahrnimmt. Beide sind gleich wichtig.
Die Arbeit mit den Handflächen ist die wertvollste Technik im Shiatsu. Wir können die ganze Hand flach oder an die Extremitäten angepasst zum Einsatz bringen. Die Behandlung ist großflächig.
Die Daumenarbeit ist sehr gebräuchlich. Sie eignet sich dazu, punktuellen, konzentrierten Druck auszuüben. Für manche Bereiche ist diese Technik nicht geeignet (z.B. bei Problemen mit Krampfadern).
Der Ellbogen ist imstande einen tiefen und langen Druck auszuüben. Dabei ruht der Ellbogen auf einem spezifischen Tsubo (Akupunkturpunkt), danach wird der Winkel des Ellbogens leicht geöffnet. Die Technik ist großflächiger als der Daumen, trotzdem sehr konkret.
Sehr ähnlich ist die Kniearbeit, allerdings wird sie nicht für tiefes Einsinken verwendet, da die Oberfläche größer ist.

Entspannter Körper (Krabbeltechnik)

Ich setze mein entspanntes Körpergewicht ein, um Druck auf mein Gegenüber auszuüben. Shiatsu zu geben ist aufgrund dieser Basistechnik für den Behandler nicht anstrengend. Das Prinzip des Krabbelns besteht darin, die Schwerkraft für mich arbeiten zu lassen. Jeglicher Druck, den ich ausübe, ist der Druck meines entspannten Gewichts. Das Krabbeln eines Babys, die Natürlichkeit und Unbekümmertheit im Einsatz des eigenen Körpers wird als Vorbild für Shiatsu gesehen.
Die Wirbelsäule sollte möglichst gerade sein und der Rücken entspannt.
Die geistige Haltung ist von Absichtslosigkeit und Achtsamkeit geprägt.

Wie stark soll der Druck sein?

Es geht nicht darum muskuläre Panzerungen mit Gewalt zu durchbrechen, andererseits ist Shiatsu auch kein Handauflegen und Streicheln. Es geht darum, genau an die Grenzen zu kommen wo Widerstände beginnen. Klienten bezeichnen diesen Schmerz oft als Wohlfühlschmerz.
Die Behandlung bleibt lebendig, weil die Körperbereiche unterschiedlich viel Aufmerksamkeit brauchen. Ist etwas „in Gang“ gekommen, verabschiede ich
mich von diesem Bereich und wandere weiter.
Ich bleibe während der ganzen Behandlung in Verbindung mit dem Klienten (Kontinuität und Fluss)

Ich verwende auch Dehnungen und Rotationen

Gelenke sind Brücken und Barrieren und gerade dort befindet sich oft ein Energiestau. Es kann durch Dehnungen und Rotationen mehr „Raum“ in die Gelenke kommen und die Beweglichkeit des Gelenkes kann voll ausgeschöpft werden. Masunaga hat zwölf Dehnpositionen beschrieben, in denen das Ki der Meridiane am deutlichsten an die Oberfläche tritt. Oft werden die Meridiane auch in diesen Positionen behandelt.

Die Behandlung

Grund des Kommens

Meinem ersten Eindruck (Boshin) wird im Shiatsu große Wichtigkeit beigemessen. Es geht nicht darum, gleich etwas Falsches oder Schlechtes herauszufinden, sondern eher darum, die Person zu Beginn einfach einmal wahrzunehmen. Ist z.B. eine Schulter höher als die andere, wird diese Information in die Behandlung einfließen. Jetzt geht es um die Anliegen der zu behandelnden Person. Während eines kurzen Gesprächs bekomme ich schon einen ersten Eindruck, in welchem Zustand sich das Ki des Klienten oder der Klientin befindet. Ich lasse mir schmerzende Stellen zeigen und beschreiben.
Ich frage nach Narben (an diesen Stellen ist meistens der Energiefluss gestört, da die Faszien durchtrennt wurden und die Erinnerungen an die Verletzung gespeichert sein können), Medikamenteneinnahme, Krankheiten, Unfälle, etc. …

Durch diese „Puzzleteile“ formuliert sich ein Behandlungsthema.

Beispiele:
• Durch Behandlung des Brustkorbs die Verspannung im Rücken lösen.
• Durch verstärkte Fußbehandlung den Kopf frei zu bekommen.
• Gefühl der Geborgenheit und des Gehaltenseins vermitteln
• Zentrierung und Stärkung der Körper-Mitte (Hara)

Hara Diagnose

Die Hara Diagnose ist ein Konzept, um die momentane energetische Bewegung in einer Person zu erfassen und zu verstehen und diese Information in der Shiatsu Behandlung zu nutzen. Wichtig dabei ist, alle Eindrücke und Informationen über die Person auszuschalten und nur auf den Körper zu hören, denn wenn die Person z.B Magenschmerzen hat, muss ich nicht automatisch den Magenmeridian behandeln – ich würde die Person auf ihr Symptom einschränken.
Das Hara ist der Sitz unserer Vitalität, Zentrum der Schwerkraft, aus dem sich physische Kraft herleiten und Emotionen verankern lassen. Ein starkes Hara wurde zu allen Zeiten als Voraussetzung für seelisches und körperliches Wohlergehen angesehen.
Bei der Hara Diagnose sitzt der Behandelnde im Fersensitz neben dem/der Empfänger/in. In einem gleichmäßigen, meist schnellen Rhythmus werden die Hände leicht durch die 12 Zonen bewegt, die die energetischen Zustände der 12 Meridiane widerspiegeln. Ich wähle zwei Zonen aus, jene mit der größten Konzentration (Jitsu) und die mit der geringsten Konzentration an Energie (Kyo). Diese zwei Meridian stehen bei der Behandlung im Vordergrund, so erhalte ich einen roten Faden für die Behandlung.

Kyo Jitsu Konzept in der Behandlung

Dieses Konzept entstammt der traditionell japanischen Medizin und korrespondiert mit der Yin Yang Lehre. Wenn sich das Ki im Kyo befindet, ist es leer, hypoaktiv und erschöpft, im Jitsu Zustand spricht man von Fülle und Hyperaktivität. In jedem Menschen gibt es gleichzeitig beide Zustände, diese in Ausgleich zu bringen, ist ein Hauptanliegen von Shiatsu.
Es kommt auch häufig vor, dass der Oberkörper eine ganz andere Qualität aufweist als der Unterkörper, oder dass die Körperrückseite vorwiegend im Jitsu und die Körpervorderseite im Kyo ist, oder sich Seitenungleichheiten zeigen.

Meridianarbeit

Meridiane sind energetische Kanäle, in denen die Lebensenergie (Ki) kreist. Sie liegen in unserem Körper an speziellen Orten und folgen einer spezifischen Richtung. An der Oberfläche des Körpers befindet sich ein dichtes Meridiannetz, das wir mit unseren Händen berühren können. Der Ki-Strom reagiert auf Berührung. Diese löst nicht nur Stauungen an der Oberfläche, sondern wirkt auf den Energiestrom in der Tiefe und es wird das zu dem jeweiligen Meridian gehörende Element harmonisiert. Meridiane führen die Lebensenergie zu allen Körperzellen und Organen.
Shiatsu wirkt so in der Tiefe unseres Körpers und auf unsere Gefühle, also auf unsere ganze Person.
Bei den 12 klassischen Meridianen der TCM verlaufen die Bahnen entweder nur am Arm oder am Bein. Shizuto Masunage (1925 – 1981), der Begründer des Zen Shiatsu hat ein erweiterndes Meridiansystem begründet. Er hat 40 Jahre seines Lebens mit Forschung verbracht und bezog sich auf alte Darstellungen von zusätzlichen Meridianen und suchte Energiequalitäten, die z.B. klassisch nur am Arm zu finden sind, auch am Bein, und er veränderte einige Verlaufsrichtungen an den Beinen und vor allem am Rumpf. So konnte eine gute Verbindung gefunden werden und alle Teile des Körpers integriert werden. Der Mensch kann sich als „Ganzes“ wahrnehmen.

Wie setzte ich Prioritäten in der Behandlung?

Für die Behandlungen benötige ich das Wissen der TCM über Meridianenergien, den dazu gehörigen Wandlungsphasen (Fünf Elemente) und deren Bedeutung auf Körper und Psyche.
Es wird allerdings weniger symptomorientiert gedacht, sondern mehr mit den Funktionen, dem Potential, das vorhanden ist, gearbeitet. Die Idee von Masunaga besteht darin, mit der Ki-Bewegung zu arbeiten.

Funktionen
Wandlungsphase Metall

Lungenmeridian: Aufnahme von Ki
Dickdarmmeridian: Ausscheidung, Loslassen
Struktur, Vitalität, Raum, Grenze

Wandlungsphase Erde

Magenmeridian: Nahrung aufnehmen
Milzmeridian: Umwandlung, Transport
erden, einfühlen, nähren, bewegen, für sich und andere sorgen, Stabilität, transportieren

Wandlungsphase Feuer

Herzmeridian: Interpretation und Integration, innere Antwort
Dünndarmmeridian: Absorption und Assimilation
Klarheit, Freude, Selbstausdruck, angemessene emotionale Reaktion, Zufriedenheit

Herzkreislaufmeridian: Zirkulation und Schutz

Dreifacher Erwärmer Meridian: Schutz und Zirkulation
Emotionale Stabilität, Bewegung, Ruhe, Sicherheit, Anpassung an Veränderungen, Zirkulation, Gelassenheit, sich öffnen

Wandlungsphase Wasser

Blase: Reinigung und Antrieb
Niere: Antrieb und Reinigung
Ruhe, Aktivität, Fluss, Regeneration, Stille, Tiefe

Wandlungsphase Holz

Gallenblase: Verteilung und Entscheidung
Leber: Speicherung, Planung und Entgiftung
Flexibilität, Richtung, Kontrolle, Ausdauer und Kapazität, freier Ki Fluss, Wachstum, Kreativität, Planung, Mobilität

Ergänzende Techniken

Faszientechnik

Wir beeinflussen mit der Meridianarbeit das Bindegewebe. Es befindet sich zwischen jeder Muskelschicht, jedem Organ, umhüllt das Gehirn, das Rückenmark, es ist ein dreidimensionales Netz.
Ausgelöst durch Stress, Traumata oder eine schlechte Körperhaltung, können sich die Faszien verfestigen, starr werden oder verknüpfen. Es kann sich z.B. eine Verletzung in der Hüfte über die Faszien bis in den Hals und Nackenbereich fortsetzen, und der Körper braucht mehr Energie für die aufrechte Haltung und Bewegung.
In der modernen Körperarbeit werden Faszien als intelligente Informationsleiter und Speicher gesehen. Sie sind in der Lage, Stresssituationen (Mikrostress – langandauernd) oder Makrostress (Schreckreaktion) als Energie zu speichern und Schutzreaktionen einzuleiten und eine Entspannung kann nicht mehr zur Gänze stattfinden. Für diese Alarmbereitschaft des Gewebes wird viel Energie verbraucht.
Bei den faszialen Techniken wird das Gewebe dabei unterstützt und in seinen ursprünglichen spannungsfreien Zustand gebracht. Ein Teil wird vom Körper umgewandelt und integriert, ein Teil wird über das feinstoffliche System abgegeben und es kommt zur energetischen Ausscheidung.

Gua Sha und Schröpfen

Gua bedeutet Schaben und Sha ist die Hautreaktion, die dadurch hervorgerufen wird. Diese Form der Massage beruht auf dem Prinzip, dass das Körperinnere mit dem Körperäußeren verbunden ist und die krankmachenden Faktoren werden nach außen abgeleitet. Die eingeölte Haut (meist am Rücken, Nackenbereich) wird mit einem Jadeschaber gereizt, bis die Haut kleine oder größere Flecken zeigt. Es können Hämatome auftreten, die nach einigen Tagen verschwinden. Dadurch wird die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt, Verspannungen werden gelöst, das Bindegewebe wird entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Durch das Ansetzen von Schröpfgläsern im Anschluss an das Gua Sha kann die Wirkung noch verstärkt werden.
Angewendet wird diese Methode vor allem bei Husten und Bronchialerkrankungen, akuten und chronischen Infekten, Muskelschmerzen und Verspannungen, Kopfschmerzen, bei Verdauungs- und Blasenproblemen, etc. …

Gua Sha darf bei Blutgerinnungsstörungen, bei Einnahme blutverdünnendender Medikamente, bei Hauterkrankungen, akuten Verletzungen oder Entzündungen, frischen Narben und bei geschwächten Menschen nicht angewendet werden.

Literatur und Quellen

Daiker, Ilona: Shiatsu. Heilende Berührung für Körper Geist und Seele. Rowohlt 1998
Rappenecker, Willfried: Yu Sen Sprudelnder Quell. Shiatsu für Anfänger. Felicitas Hübner Verlag 1990
Beresford-Cooke, Carola: Shiatsu Grundlagen und Praxis. Urban & Fischer, 3 Auflage 2011
Nusser, Grit und Xiaoying, Shang: Gua Sha Chinesische Massage für alle. Books on Demand
Paoletti, Serge: Faszien- Anatomie, Struktur, Technik, spezielle Osteopathie. Urban & Fischer Verlag

Bodytalk

Ich war auf der Suche nach einer ergänzenden Technik für die Shiatsubehandlungen, um noch tiefere Zugänge zu unverarbeiteten Erfahrungen und Erlebnissen zu bekommen, die unser Körpersystem blockieren.
Ich wurde fündig: Body Talk ist für mich ein genialer Weg, um mit den emotional geladenen Erinnerungen, die im Körper gespeichert sind und nicht bewusst von unserem Verstand erkannt werden, auszugleichen. Das Ziel dabei ist, die Verbindung zwischen Gehirn und gespeicherte Emotionen aufzulösen.
Dass diese Methode noch viele andere Bereiche miteinbezieht wie z.B. Grundbalancetechniken, wie der Ausgleich des Wasserhaushaltes, die Verbesserung der Gehirnfunktionen, die Balance von Narben, Organen, Drüsen, Lymph-, Nerven- und Kreislaufsystemen, Energiesystemen (Chakren und Meridiane), des Muskel-Skelett- Systems, der Viren, Bakterien, Unverträglichkeiten uvm., sind für mich eine äußerst positive Ergänzung.

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Kontakt

Elisa Helm – Dipl. Shiatsupraktikerin, CEP

Telefon                  0650/2780147
Email                       elisa.helm@gmx.net
Adresse                Obstgartenweg 9, 4303 St. Pantaleon-Erla

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